Förderverein Children of Himalaya e.V.
Children of Himalaya
Zufallsbild aus den Alben/ Random picture of our pictures
Impressum
english
Netzwerktechnik & Webprogrammierung Ulf Stephan

Informationen über Indisch-Himalaya

Vor ca 300 Millionen Jahren teilte sich ein Festlandsockel in Australien, Afrika, Südamerika und Vorderasien. Seitdem schiebt sich die "Indische Scholle" gegen das asiatische Festland und türmt so das Gebirge Himalaya auf.(Im Sanskrit "der Wohnort des Schnees" oder allgemein "Sitz der Götter" oder "Dach der Welt"). Dieses Gebirge erstreckt sich über 2.500 km von Nordwesten nach Südosten. 

Beginnend am Hindukusch in Afganistan über das Karakorum mit dem K2 und dem Nanga Parbat in Pakistan, über die Ladakh/ Zanskar/ Garhwal - Ketten im Indischen Himalaya, über Nepal mit dem Mount Everest, über Sikkim nach Butan. 

Viele große Flüsse, Lebensadern und Ursprünge vergangener und auch heute noch lebender Kulturen, entspringen in diesem Gebirge. Im Westen der Indus und der Ganges, im Osten der Brahmaputra

Das Indische Himalaya im Nordwesten beginnt aus dem Tiefland bei Patiala und Jammu,

ansteigend mit der Sivalik-Kette mit Höhen von 1.300 m, in das anschließende Vorhimalaya - landschaftlich bestimmendes Element Kaschmirs - mit Höhen bis 4.000 m (z.B. Jispa) und steigt an zu dem krönenden Höhenzug mit Durchschnittshöhen von 6.000 m in Zanskar und Ladakh.

Niederschläge fallen hier nur wenig und dann hauptsächlich im Winter als Schnee. 

Indisch Himalaya liegt auf dem 34 Breitengrad (gleich wie z. B. Los Angeles oder Beirut) und hat im Sommer warme Temperaturen - es wachsen z.B. im Industal bei Leh Apfelsinen und Pfirsiche. Im Winter - meistens acht Monate im Jahr - wird es bitterkalt bis max. -40 Grad. 

Sagenumwogen sind die alten Karawanenrouten, die zum Teil sternförmig auf die Stadt Leh zuliefen. Sie bildeten die kürzesten Verbindungen zwischen Indien und Vorderasien und werden auch heute noch genutzt (man ist versucht zu sagen "unverändert").

Die Situation

Indisch Himalaya gehört zu den Bundesstaaten Himachal Pradesh und Kaschmir-Jammun.

Die Trekkingtour 1999 führte uns in das Zanskartal (Kaschmir-Jammun) bis zu dem Kloster Phuktal. 

Der Distrikt Lahoul und Spiti, den wir durchreisten, gehört zu Himachal Pradesh und liegt südlich der Straße Manali - Leh zwischen dem Rothan Pass (4.100 m) und dem Baralacha La (4.900 m). Die Leute leben vorwiegend weit verstreut auf einer Höhe von 2.500 m bis 4.500 m. Sie ernähren sich von der Schaf- und Ziegenzucht sowie dem Anbau von Getreide, Kartoffeln und Gemüse. 

Auf Grund der Infrastruktur und der Witterung kann man nur in wenigen Monaten im Jahr nach dort vordringen. Zwar sind die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und Wohnen weitgehend gedeckt, aber es fehlt dringend an medizinischer Versorgung und der Möglichkeit für die Kinder eine Schule zu besuchen

In den Gebieten Lahoul und Spiti sowie Ladakh und Zanskar leben in begrenzten Zonen vorwiegend Menschen buddhistischen Glaubens. Viele sind aus Tibet geflüchtet.

In dem Land befinden sich aus alter buddhistischer Tradition viele Klöster. 

Leider sind auch hier die Grenzstreitigkeiten zwischen Pakistan/Indien um Kaschmir (eigentlich vorwiegend im Grenzgebiet zwischen den Orten Srinagar und Jammun, zum Teil aber auch hoch bis zum Ort Kargil) nicht zu übersehen. Die Straße von Manali nach Leh und Leh - Kargil sind durch Militärfahrzeuge stark zerfahren und werden durch den Nachschub arg beansprucht.